Baustoff-Datenbank | BeamMetric

E-Modul, Streckgrenze und Dichte Referenztabelle.

Anleitung zum Lesen der Werkstofftabelle

Die Tabelle listet die vier Eigenschaften, die die anderen BeamMetric-Rechner verwenden: Elastizitätsmodul E für Steifigkeit, Streckgrenze für den Beginn dauerhafter Verformung, Schubmodul G für Torsion und Dichte für das Eigengewicht. Werte für sieben gebräuchliche Baustoffe sind angegeben.

Beide aufgeführten Stähle haben E = 200.000 MPa und eine Dichte von 7.850 kg/m³, aber A992 fließt bei 345 MPa gegenüber 250 MPa für A36 – ein Festigkeitsvorteil von 38 % ohne Steifigkeitszunahme. Edelstahl 304 liegt mit E = 193.000 MPa und einer niedrigeren Streckgrenze von 215 MPa daneben.

Aluminium 6061 (E = 69.000 MPa, 2.700 kg/m³) hat etwa ein Drittel der Steifigkeit und Dichte von Stahl, während Titan Gr5 eine Streckgrenze von 880 MPa mit 4.510 kg/m³ kombiniert. Die beiden Holzarten, Douglasie und Südkiefer, umrahmen E = 12.400–13.800 MPa bei Dichten von ca. 530–590 kg/m³.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen A36- und A992-Stahl?

Die Steifigkeit ist identisch – beide haben E = 200.000 MPa – aber A992 fließt bei 345 MPa, A36 bei 250 MPa: 38 % Festigkeitsvorteil bei gleicher Dichte. Ein Balken, der von A36 auf A992 umgestellt wird, widersteht mehr Last vor dem Fließen, biegt sich aber genauso durch.

Soll ich Werkstoffe nach Steifigkeit oder Festigkeit vergleichen?

Sie beantworten unterschiedliche Fragen. E bestimmt Durchbiegung und Knicken, was bei langen Spannweiten oft maßgebend ist; die Streckgrenze bestimmt die Dauerverformung. Titan Gr5 fließt bei 880 MPa – zweieinhalb Mal so viel wie A992 – doch sein E von 114.000 MPa ist nur knapp mehr als die Hälfte von Stahl, sodass er unter gleicher Last weit mehr durchbiegt.

Welcher Werkstoff bietet die höchste Steifigkeit je Gewichtseinheit?

Bemerkenswerterweise liegen die Metalle nahezu gleichauf: E geteilt durch Dichte ergibt etwa 25,5 für Stahl (200.000/7.850), 25,6 für 6061-Aluminium und 25,3 für Titan Gr5 in übereinstimmenden Einheiten. Leichtmetalle gewinnen beim absoluten Gewicht, nicht bei der spezifischen Steifigkeit – selbst Douglasie erreicht etwa 23,4.

Warum enthält die Tabelle den Schubmodul G?

Torsion und Schubverformung hängen von G, nicht von E ab, und das Verhältnis unterscheidet sich je nach Werkstoff: Das G von Stahl mit 79.300 MPa beträgt etwa 40 % seines E, während das 810 MPa der Douglasie kaum 6,5 % ihres E ist – Holz ist in der Torsion unverhältnismäßig weich.